Wie die Erfindung funktioniert und welchen Nutzen sie hat 

01.

DAS PROBLEM

Der Medikamentenbedarf ist für viele Menschen eine Herausforderung


  • Bedarf an 20 Tabletten & mehr am Tag beispielsweise bei Parkinson

  • Möglichst minutengenaue Einnahmen für beste Wirkung erforderlich

  • Die Erfahrung zeigt: Trotz Nutzung einer Tabletten-App wird die Einnahme immer wieder einmal verpasst. Gründe dafür sind
     
      1.  Alarm überhört

      2. Gerade beschäftigt. Alarm ausgestellt. Danach Einnahme vergessen

      3. Bei Tablettenboxen mit Alarm nicht in dessen Nähe gewesen


02.

DER KRITISCHE FAKTOR

Die Informationsflut die auf einem Menschen einprasseln führen zur Überforderung

  • Falsche Priorisierung der zu erledigenden Aufgaben

  • Zu viele Triggerelemente auf dem Smartphone (Updates, Sofortnachrichten, Reminder, usw.)

  • Erinnerungs-Alarm von Tabletten-App kann unabhängig einer Einnahme der Tabletten gelöscht werden


03.

DIE LÖSUNG

Der Barcode ändert alles. 


  • Die Aufgabe bestand also darin, einen Weg zu finden, der garantiert, dass der Patient zum Einnahmezeitpunkt den richtigen Fachdeckel oder Schieber öffnet, die Tabletten raus- und einnimmt. Genau das stellt die Lösung endlich sicher!

  • Manchmal sind es die ganz einfachen Lösungen, die die Welt verändern. Das im Zeitalter von Near Field Communication (NFC) schon etwas betagt wirkende optoelektronische Etikett ist geradzu ideal verwendbar.


  • Die Neuheit der Erfindung ist das Ausnutzen eines eigentlichen Schwachpunktes des Barcodes. Er lässt sich nur dann scannen, wenn er mindestens an einer Stelle seiner Breitsseite vollständig lesbar ist und nicht verdeckt wird. Der Barcode wird deshalb auf den jeweiligen Fachböden der Schieber angebracht Bei einer gefüllten Tablettenbox werden so die Barcodes in den Fächern vollständig verdeckt, und damit vorerst nicht lesbar sein.


  • Die App, welche die pünktliche Tabletteneinahme regelt, fordert nun den Patienten auf, den Barcode des Faches zu scannen, aus dem die nächste Tabletteneinnahme erfolgen soll.

    04.

    DIE MOTIVATION

    Den inneren Schweinehund überwinden


      • Scannen des Barcodes ist die einzige Möglichkeit für den Patienten das Erinnerungssignal der App zu stoppen. Das "Erzwingen" des Scannens sichert damit ab, dass die Tabletten zügig eingenommen werden. 

      • Der Patient erhält von der App auch mitgeteilt, welches Fach geöffnet werden soll.

      • Der Patient entnimmt die Tabletten. Die Tabletten befinden sich in den Händen des Patienten oder liegen vor ihm  auf dem Tisch.

      • Der Einnahme der Tabletten steht nichts mehr im Wege! Entweder scannt der Patient erst den Barcode und nimmt anschliessend die Tabletten ein oder umgekehrt.

      05.

      BEISPIELE ZUSATZNUTZEN

      Die Barcodes in einer Box  bringen sehr viel mehr Nutzen


        • Das Scannen des Barcodes liefert Daten zum Verhalten der Patienten, die für die Forschung von Interesse sein können. In Kombination z. B. mit anderen Trackern, wie einer Smart Watch können z. B. Wirkungen und Wirkungseintritts-Zeitpunkte der Medikamente zeitgenau erfasst werden.

        • Die Compliance des Patienten zur Tabletteneinnahme kann sehr genau ermittelt werden. Zeitliche Abweichungen können erkannt werden.

        • Das "Tagebuch führen" oder Abfragen durch eine App zur Einnahme können reduziert werden, bzw. entfallen.

        • Die Daten können remote für Pflegedienste als Kontrollmöglichkeit verwendet werden.


        06.

        MARKENKONZEPT

        Die Marke wird zum Gütesiegel

        SmarTaBox ist der Markenname und Logo dieser neuen innovativen Tablettenbox-Konzeption. Das Konzept beinhaltet u. a.


        1. Die Lizenzvergabe der geschützten Erfindung an Partner nach Abschluss einer Bieterphase

        2. Die Qualitätssicherung der Lösung (App) oder des Produktes (Box). Es stellt die durch PANDA smartHOME geprüfte Zertifizierung dar. Ergänzt wird dann das Logo mit einem grünen Häkchen. Es kann dann als Gütesiegel verwendet werden.

        3. Übergeordnetes Marketing durch PANDA smartHOME.


        Wie die Erfindung funktioniert - der Film -

        Wie die Erfindung funktioniert - Infographik -

        PROOF OF CONCEPT


        Die Machbarkeitsstudie ist pragmatisch mit Einbindung einer Lösungsumsetzung in meinem vorhandenen Smarthome auf Basis von openHAB durchgeführt worden. Dabei wurden zwei Nutzungsmöglichkeiten umgesetzt. Eine Home-Variante "Patient", die speziell für Tablets ausgelegt ist und sehr gut bei einer Anwendung mit einem Betreuer  funktioniert, sowie eine mobile Ausprägung, die auf dem Smartphone installiert wird. In den Filmbeispielen wird die Tablet- Variante gezeigt.

        Smartphone Variante

        Tablet Variante

        TABLETTENEINNAHME MANAGEMENT


        Die getestete Lösung besteht aus einem 2-stufigen Alarm mit einer maximalen Karenzzeit von 15 Minuten der ersten Stufe. Die Tablettenerinnerungs-App (im Test wird myTherapy verwendet) startet Stufe 1. Sollte nun innerhalb der Karenzeit von 15 min. der richtige Barcode gescannt werden, bestätigt smarTaBox die Einnahme an myTherapy. Der Alarm wird dann ausgeschaltet. Im Filmbeispiel passiert das nicht. Er beginnt erst kurz vor dem Ablauf der Karenzzeit und zeigt wie in Stufe 2 dann Alarm per Lichtsignale und Sprachausgabe gestartet wird. Zum Schluss wird der Alarm durch Scannen des richtigen Barcodes beendet.

        REFILL HELPER


        Das Befüllen der Tagesboxen wird mit Hilfe der Funktion Refill Helper unterstützt. Im Rahmen der Tests für das PoC wurde sowohl die Patientennutzung, wie auch die Betreuernutzung erfolgreich verprobt. Der Film zeigt den Befüllprozess von zwei Tablettensorten.